einmalige erlebnisse

Die schönsten Wanderwege Mallorca´s

Mallorca hat weit mehr zu bieten als Strände, Meer und Ballermann. Der Norden und Westen der Baleareninsel sind, vor allem im Frühling und Herbst, ein wunderschöner Flecken für Wanderer und Mountainbiker. Und auch im Süden sind einige traumhaft schöne Wanderrouten zu finden, die an steil ins Meer abfallenden Küstenabschnitten entlangführen.

Mallorca ist ein Gebirgsmassiv. Der höchste Berg der Serra de Tramuntana, der Puig Major, ist 1445 Meter hoch und ist im Winter oft schneebedeckt. Naturliebhaber können in der dünn besiedelten Region einzigartige Landschaften und malerische kleine Dörfer entdecken und auf Wanderwegen hoch über der Küste spektakuläre Aussichten genießen.

Aber nicht nur der hohe Norden Mallorcas ist was für Outdoor-Anhänger: Das bis zu 500 Meter hohe, stark zergliederte Küstengebirge Serres de Llevant zieht sich vom Cap de Ferrutx im Nordosten der Insel bis in die Gegend von Felanitx im Süden und bietet ebenfalls einige tolle Wander- und Radwege für jeweden Anspruch – inklusive atemberaubenden Blick auf die Landschaft und die Küste hat man fast überall.

Pollença bis Vall de Bóquer

Eine einfache Wanderung, die sich für die ganze Familie eignet, führt vom Port de Pollença zur Bucht Vall de Bóquer. Vom Hafen und der großen Umgehungsstraße folgen Wanderer den Schildern zur Cala Bóquer. Die Route ist gut ausgeschildert, hat keine großen Höhenunterschiede und führt zunächst über Schotterwege, später über Bergpfade.

Im Frühjahr und Herbst lassen sich hier mit ein bisschen Glück seltene Vogelarten entdecken, etwa Habichtsadler oder Mönchsgeier. Entlang der Felswände wachsen mediterrane Gewächse wie Rosmarin, Johanniskraut und Zwergpalmen. Nach dem Bóquertal führt ein breiterer Weg bergab zur Bucht: Hier bietet sich eine ideale Möglichkeit für ein erfrischendes Bad, bevor die Wanderung zurück nach Pollença führt. Der einfache Weg ist in unter zwei Stunden zu bewältigen.

Pollença bis Vall de Bóquer

Für Bergprofis: Der „Kettenweg“

Eine anspruchsvolle Wandertour, bei der man mehr als 450 Höhenmeter überwinden muss, finden Reisende drei Kilometer nordwestlich von Valldemossa. Startpunkt ist der Parkplatz hinter der Kirche Ermita de la Trinitat, am Fuße der Talaia Vella. Die schwere Tour mit steilen, felsigen und abschüssigen Passagen erfordert absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. An der schwierigsten Stelle, einer 20 Meter hohen Felsrinne, ist zur Hilfe eine Eisenkette angebracht, die der Tour ihren Namen verlieh.

Der schmale Pfad ist mit Steinmännchen und abschnittsweise mit roten Punkten gekennzeichnet. Für die Mühen belohnen Plateaus und der Nordost-Gipfel Veià mit aussichtsreichen Blicken. Während der Wanderung kommen Reisende an zahlreichen verlassenen Köhlerplätzen vorbei, an denen Arbeiter einst Holzkohle herstellten. Mallorca-Reisende bekommen einen unvergleichlichen Eindruck von einer längst vergessenen Arbeitswelt auf der Insel.

Valldemossa auf Mallorca

Vom Mirador de ses Barques bis Sa Calobra

Eine klassische Variante ist die beliebte Wanderroute oberhalb von Sóller. Durch ihre Länge von insgesamt sechs Stunden reiner Gehzeit ist eine gute Kondition Vorraussetzung. Ausgehend vom Aussichtspunkt Mirador de ses Barques über Schotterwege und schmale Pfade, führen Schilder zum ersten Highlight der Tour, der Cala Tuent, einer traumhaften Bademöglichkeit. Schließlich führt eine Teerstraße weiter nach Sa Calobra, einem Städtchen mit zahlreichen Bars, Souvenirläden und einem grandiosen Ausblick auf die Küstenlandschaft und die Cala Tuent. Wer noch nicht außer Puste ist, läuft durch einen Tunnel zu der 600 Meter entfernten Schlucht des Sturzbaches Torrente de Pareis. Dort hat über Jahrhunderte hinweg das Wasser die Felsenschlucht geformt.

Mirador de ses Barques bis Sa Calobra

Wanderung zur Klosterruine La Trapa

Eine mittelschwere Wanderung mit vier Stunden Gehzeit ist die Route vom Ort Sant Elm zum Coll de Sa Gramola. Die Tour startet in Sant Elm an der Plaҫa de Mossèn Sebastià Grau, wo der beschilderte Weg neben der Bar Es Molí beginnt. Sie zählt zu den beliebtesten und aussichtsreichsten Wanderungen im Westen Mallorcas. Die Beschilderung führt durch ein Waldtal und über einen Schotterweg hoch zur imposanten Klosterruine La Trapa. Eine mallorquinische Naturschutzgruppe erwarb das Gebiet des ehemaligen Trappistenklosters und erklärte es zum Naturschutzgebiet. Weiter geht es zum Cap Fabioler mit grandiosem Rundumblick aus 440 Metern, der über das Meer bis zur Insel Dragonera reicht. Über einen breiten Karrenweg gelangen Wanderer über den Camí des Basses zum Coll de Sa Gramola.

Klosterruine La Trapa

Wanderung zur Marmorbucht

Eine Panorama-Rundtour bietet die dreistündige Wanderung entlang der Steilküste im Süden Mallorcas. Wanderer begegnen auf dieser Tour zahlreichen Aussichtspunkten mit Panoramablick auf das Meer. Die mittelschwere Wanderung beginnt am Parkplatz in S’Almunia in der Nähe der Casa de la Luz. Nach einer Steintreppe führt der schmale Weg am Strand entlang, bevor es durch das mediterrane Buschwerk die Steilküste hinaufgeht. Auf dem Küstenplateau Punta des Bauc hat man einen atemberaubenden Ausblick auf das Meer mit glasklarem Wasser. Hier finden sich alte Gemäuer von einem Wachturm, einem Pumpenhaus und einer Zisterne. Weiter an der Küste entlang erreichen Wanderer die traumhafte Bucht Cala Marmols.

Wanderung zur Marmorbucht

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Barcelona

Jun 19, 15 Barcelona

Barcelona gehört ohne Zweifel zu den beliebtesten Reisezielen in Europa. Die katalanische Metropole bietet nicht nur viele Sehenswürdigkeiten wie die Sagrada Familia, die berühmten Ramblas oder das Camp Nou, sondern ihr ganz eigenes Flair. Die Stadt zählt zu einer der weltweit bedeutendsten kulturellen Metropolen. Die Anzahl der Sehenswürdigkeiten und touristischen Highlights ist gewaltig. Doch schauen Sie selbst – ein kurzes Reiseführer Video über Barcelona. Lassen Sie sich von der Stadt und ihrem einmaligen Flair verführen.

 

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Die Alhambra

Sep 11, 14 Die Alhambra

Alhambra, das klingt exotisch und erhaben und wie sie so da steht, diese alte Stadtburg Granadas, hält sie alles was der Name verspricht. Die Alhambra auf dem Sabikah-Hügel in Granada ist zugleich eine der meistbesuchten Touristenziele Europa´s und eine der Höhepunkte maurischer Baukunst. Die Burganlage ist seit dem Jahr 1984 UNESCO Weltkulturerbe und mit ihrer 740 m Länge und 220 m Breite eine der größten Burgen Spaniens. Grund genug Andalusien zu besuchen.

 

Die mächtige Burganlage erhebt sich hoch über Granada und ist schon von weitem zu sehen. Rötlich schimmert das Bauwerk in der Sonne und kündet von Jahrhunderte alter Geschichte. Aber nicht nur für Geschichtsliebhaber bietet die Alhambra etwas zu entdecken, doch sehen Sie selbst.

Die Alhambra im Mondschein

Ein kleiner Rückblick in die Geschichte. Im Jahr 1492 besucht einer gewisser Christoph Kolumbus das Heerlager der katholischen Könige Ferndinand und Isabelle und erbittet sich ihre Unterstützung zum Aufbruch in eine neue Welt, der mit der Entdeckung Amerikas seinen Höhepunkt findet. Die christlichen Herrscher gewähren ihm seinen Wunsch, sind aber in gedanken bei der monatelangen Belagerung von Granada. Und tatsächlich, bereits wenige Monate später muss der letzte maurische Sultan auf spanischem Boden Burg und Stadt an die neuen Herrscher abgeben.

Nach fast 800 Jahren, in denen die Iberische Halbinsel von den Mauren beherrscht wurde, ist nun das letzte Überbleibsel fest in christlicher Hand. Das Jahr 1492 geht somit nicht nur als Jahr der Entdeckung Amerikas in die Geschichte ein, sondern auch als Wendepunkt in der Geschichte Europas. Ganz nebenbei fällt eine der beeindruckendsten architektonischen Bauwerke islamischer Kunst in den Schoß Spaniens. Was damals als militärische Wehranlage eher praktischen Nutzen hatte, ist heute eines der lohnendsten Reiseziele in Europa.

Der Löwenbrunnen

Nach der Eroberung durch die neuen spanischen Herrscher viel die Brug für Jahrhunderte in Vergessenheit bis der amerikanische Schriftsteller Washington Irving im frühen 19.Jahrhundert die Burg besuchte und sein Werk "Geschichten aus der Alhambra" schrieb. 1832 erschien das Werk und Dank der romantischen Strömungen dieser Zeit stieg der Zustrom an Touristen beständig an. Im Laufe der Zeit wurden es so viele Touristen, dass heutzutage die Anzahl der Besuchertickets begrenzt wurde, übrigens ebenso wie Besucherzeit in der Burg. Aber mit etwas Geduld und Glück erhält man eins der begehrten Tickets – versuchen Sie Ihr Glück, es lohnt sich.

Betritt man die Alhambra, gelangt man in den Myrtenhof, der seinen Namen von dem mit Myrten umfassten Teich erhalten hat. Von dort hat man einen schönen Blick auf den Salon des Embajadores, der in alten Zeiten dem Sultan als Empfangsraum für Besucher und Gesandte diente.

Der Myrtenhof

Zentraler Punkt der Burg ist der Löwenbrunnen, von dem in alle viert Himmelsrichtungen kleine Quellflüsschen abgehen und viele der Wohnräume mit frischem Wasser versorgen. Die umgebenden Säulengänge geben der Architektur etwas leichtes und luftiges und wirken so gar nicht nach einer Verteidigungsanlage. Der von zwölt steinernen Löwen getragene Brunnen gab dem Hof seinen Namen, Patio de los leones. Wer genauer hinschaut kann den berühmten Spruch des Dichters Ibn Zamrak lesen: "Selig ist das Auge, das diesen Garten der Schönheit sieht".

Maurische Kunst in Vollendung

Überhaupt, wirkt die Alhambra von außen sehr wuchtig, steht ihr im Inneren etwas sehr Graziles gegenüber. Mit Gips, Holz und Keramik wurde jede noch so entlegene Ecke ausgeschmückt, farbig bemalt oder vergoldet. Die vielen Verzierungen der Fenster und Haremsräume lassen einen staunen – so etwas muss heutzutage unbezahlbar sein. Herzstück der Festungsanlage sind die Nasridenpaläste mit den Gärten. Sie enthalten die Privaträume der maurischen Herrscher und den eigentlichen Regierungssitz des einzigen Kalifats auf europäischem Boden. Hauptkomplex ist der Alcazar mit dem Thronsaal im Comares-Turm. Überall sind die Wände reicht verziert mit arabischen Schriftzügen und Arabesken, ein wahrer Augenöffner.

Die Alhambra in Granada

Der Palast ist prächtig gestaltet und die Innenräume durch ihre Dekoration beeindruckend. Aber auch die Außenanlagen bieten erstaunlich viel Grün in den Gärten. Von dort hat man auch einen herrlichen Blick auf die verwinkelten Gässchen des alten arabischen Viertels, der Albaicin, ebenfalls Teil des Weltkulturerbes.

Um alles in Ruhe zu bestaunen fehlt die Zeit, denn wie oben erwähnt, ist die Besuchszeit begrenzt. Trotzdem ist Granada und die Alhambra eines der Top-Reiseziele in Europa. Dank der vielen Touristen gibt es auch zahlreiche gute Hotels, Restaurants und Freizeitmöglichkeiten. Andalusien ist eine der schönsten Gegenden Spaniens. Land und Leute, Kultur und kulinarische Delikatessen erwarten Sie – besuchen Sie Al-Andalus.

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