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Kreta

Mrz 24, 15 Kreta

Wanderausrüstung für Kreta

Ob nun auf Kreta, anderen griechischen Inseln oder Bergtouren in warmen Regionen, die Wanderausrüstung und mitzuführende Hilfsmittel sind ie gleichen Hinweise zu beachten.

Die Berge Kreta´s sind teilweise sehr rau und zerklüftet und besonders wenn es durch die Schluchten mit den teilweise feuchten Böden oder Gesteinen geht, braucht es eine gute und solide Ausrüstung.

Fast über das ganze Jahr gibt es auf Kreta starke Sonneneinstrahlung und die viele Stunden andauernden Wanderungen ohne die Möglichkeit der Einkehr, erfordern stets eine gute Vorbereitung und das Mitführen von Wasser, Essen, Sonnenschutz und entsprechenden Karten.

Reisetipps für Bergwandern auf Kreta

Wanderschuhe und Strümpfe

Die Wege in Kreta´s Bergen sind zumeist gut sichtbar und begehbar, doch trotzdem sind gute und feste Wanderschuhe unabdingbar. Leider sieht man jedoch immernoch viele Touristen, die auf Sandahlen unterwegs sind. Oft will man nur einen kurzen Ausflug in die nahe Umgebung machen, dann noch die nächste Schlucht erkunden und schon erhöht sich die Gefahr eines Fehltritts. Also achten Sie bitte auf festes und möglichst schon eingelaufenes Schuhwerk. Die Sohle sollte fest sein und das Profil für Wanderungen auch auf feuchtem Gestein geeignet sein.

Was oft unterschätzt wird sind passende Socken oder Strümpfe. Blasen enstehen zumeist nicht durch das Schuhwerk, sondern durch reibende Strümpfe. Wenn dann gar die Socken rutschen oder eine Naht scheuert, vergrößert sich die Qual zusätzlich und im schlimmsten Fall muss die Wanderung abgebrochen werden.

Tipps für Wanderungen auf Kreta

Der Rucksack

Ein gut zu tragender und fest sitzernder Rucksack sollte nicht unterschätzt werden. Er sollte stabil, gut gepolstert und schnellen Zugriff auf oft gebrauchte Dinge wie Wasserflasche und Fotoapperat erlauben. Im Fachhandel gibt es eine große Auswahl an guten, geeigneten Rucksäcken. Hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden.

Kopfbedeckung und Sonnenschutz

Wer schon einmal eine längere Wanderung in Südeuropa gemacht hat, wird um die Wichtigkeit einer geeigneten Kopfbedeckung wissen. Ein Sonnenschutz ist unbedingte Voraussetzung für eine Wandertour auf Kreta. Dies gilt für das ganze Jahr, aber natürlich insbesondere für die Sommermonate. Ohne Sonnenschutz ist die Gefahr eines Sonnenbrandes oder Sonnenstichs in allen Höhenlagen auf Kreta sehr hoch. Benutzen Sie Sonnenschutzmittel mit einem möglichst hohem Lichtschutzfaktor und tragen Sie es auf längeren Wanderungen häufiger auf.

Gute Dienste leistet ein Hut oder Cap, evtl auch mit Nackenschutz, und sollte nicht zu klein oder eng gewählt werden. Achten Sie auf helle Farben, um ein starkes Erhitzen zu vermeiden.

Ebenso sollte eine Sonnenbrille mitgenommen werden, um die Augen vor allzu hellem Sonnenlicht, Staub und Ästen zu schützen.

In Kretas Bergen

Wasser und Nahrung

Ein unbedingtes MUSS: Sie werden Wasser brauchen! Die Hitze und körperlichen Anstrengungen der Wanderungen auf Kreta lassen den Wasserbedarf des Körpers sehr in die Höhe schnellen. Zwar gibt es immer mal wieder Bäche und Einkehrmöglichkeiten, sie sind aber rar gesäht und man sollte sich nicht darauf verlassen.

Warme Kleidung – trotz Hitze

Wenn man bei 30 Grad unten im Tal steht, mag man es kaum glauben, aber oben auf den Bergen kann es empfindlich kühl und windig sein. Warme Kleidung, ein Pullover, sollte daher im Rucksack liegen. Alternative ist sonst eine Unterkühlung mit grippalen Effekten und evtl. einem Ende des Wanderurlaubs.

Handy

Heutzutage hat fast jeder ein Handy und auch wenn Sie die Ruhe beim Wandern suchen, sollte ein Handy unbedingt mit dabei sein. Im Notfall können Sie so schnelle Hilfe holen. Achten Sie darauf, die örtlichen Rufnummern von Bergrettungsdienst und Polizei zu Beginn des Wanderurlaubs gleich abspeichern.

Geniessen Sie die Wildheit Kreta´s

Navigation und Kartenmaterial

Eine Wanderung sollte geplant sein. Entsprechende Reiseführer oder Wanderführer helfen bei der richtigen Vorbereitung und liefern wertvolles Kartenmaterial. Wichtig ist aber auch eine reale Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit an Hand von Karten,  Höhenprofilen und Vergleichsdaten anderer Wanderer.

Eine gute Wanderkarte von Kreta sollte unbedingt zu Ihrer Ausrüstung gehören. Der Maßstab der Wanderkarte sollte so gewählt sein, um sich auch im unwegsamen Gelände an bestimmten markanten Punkten auf Karte und im Gelände orientieren zu können.

Die moderne Variante sind tragbare Navigationsgeräte oder Apps für das Handy. Sollte jedoch der Akku leer sein oder der GPS-Empfang schwach sein, wird eine Wanderkarte Ihnen gute Dienste leisten.

Taschenlampe

Gerade im Frühjahr oder Herbst kann schnell die Dunkelheit hereinbrechen. Hier kann eine Taschenlampe ein wichtiger Helfer sein und gehört deshalb zur Ausrüstung. Des Weiteren kann die Taschenlampe auch als Signalgerät eingesetzt werden, um Kontakt mit potentiellen Helfern aufzunehmen.

In den Bergen Kreta´s

 


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Maut in Europa

Feb 25, 15 Maut in Europa

Nicht erst seit dem Plänen einer Autobahnmaut auch für PKW-Fahrer in Deutschland ist das Thema in den Medien. Wollen deutsche Autofahrer in den Urlaub fahren, müssen sie in vielen Nachbarstaaten Gebühren für die Benutzung von Autobahnen zahlen. Doch wo in Europa muss man nun überall PKW-Maut bezahlen? Unsere Karte zeigt es Ihnen und Sie können sich schon vor Ihrem Urlaub darauf einstellen. Besondern in Ost, Südost- und Westeuropa sind Strassengebühren normal geworden.

Karte mit den Mautgebühren in Deutschland

 

 

 


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einmalige erlebnisse

Provence

Jan 28, 15 Provence

Eines Vorweg: alles was über die Provence gesagt wird, das stimmt! Egal wo man hinkommt, die Farben sind kräftig, das Licht ist malerisch, im Sommer duftet es überall nach Blumen und Kräutern und die Marktplätze sehen aus wie im Reisekatalog. Bisher hatten wir nur Berichte gehört und so hatten wir beschlossen die Provence mit eigenen Augen zu sehen und ein Stück Frankreich zu erkunden.

Mit dem Flugzeug sind wir bis nach Marseille gekommen und haben uns dort einen Mietwagen genommen. Einen richtigen Plan hatten wir nicht – wir wollten uns einfach treiben lassen und dort bleiben wo es uns gefällt. Aus unserer Reiseerfahrung können wir sagen, dass das ein Fehler war. In der Provence ist es überall schön und es ist besser sich schon vorher eine Route festzulegen und dementsprechend auch Hotels zu reservieren.

Aix en Provence - Reiseberichte aus Frankreich

Vom Flughafen sind wir direkt nach Aix en Provence gefahren, dass du nur 20 Minuten vom Flughafen Marseille entfernt liegt und nicht zu Unrecht seit Jahren als lebenswerteste Stadt in Frankreich gilt. Die Altstadt ist ein gemälde aus warmen Pastelltönen und eigentlich viel zu schön um wahr zu sein. Unser Hotel in Aix en Provence ist gut und günstig, liegt inmitten der historischen Altstadt in einem Haus aus dem 18.Jahrhundert.

Am nächsten Morgen nehmen wir nicht wie gewohnt das Frühstück im Hotel ein, sondern machen uns auf den Weg zum Marktplatz. Schon von Weitem hört und riecht man den Trubel – ein wahrer Augenschmaus. Es gibt nicht nur wie üblich Früchte, Käse und Wurst, sondern auch vielerlei Hausgemachtes und nette Cafès rund um den Marktplatz, in denen man le petit dejeuner einnehmen kann. Hier sind wir im Urlaub angekommen, hier geniesst man, hier lässt man sich Zeit – so sieht also französische Lebensweise aus.

Roussillon in der Provence

Weiter geht es dann nach Roussillon, dass etwa 1,5 Fahrstunden entfernt liegt. Mit seinen nur 1300 Einwohnern ist es zwar recht klein, gehört aber ohne Zweifel zu den schönsten Dörfern in Frankreich. Gerade im Sonnenschein erstrahlt das Dorf schon von weitem in vielen verschiedenen Ockertönen und sieht aus wie gemalt. Über viele Jahrhunderte wurde hier Ocker in höchster Qualität abgebaut und verarbeitet und die Menschen kamen dadurch zu einigem Wohlstand. Bergwerke haben in der Region ihre Spuren hinterlassen und auch heute können wir empfehlen, möglichst auf weiße Kleidung zu verzichten.

Wir erkunden das Dörfchen, lassen uns von den Farben verzaubern und fahren später weiter ins mittelalterliche Dörfchen Gordes, wo wir die nächsten zwei Tage wohnen werden. In einem alten renovierten Bauernhof finden wir ein wunderschönes Plätzchen – die Gastgeber wissen wie sie Reisende verwöhnen können. Überall ist es hübsch dekoriert, die Zimmer sind geschmackvoll eingerichtet, es gibt einen Pool direkt vor der Tür und das Essen ist einfach nur lecker. Hier wird sogar das Brot selbst gebacken – einfach nur bezaubernd.

Abends schlendern wir durch den Ort und essen im "Le Clos de Gustave". Bei sehr schönem Wetter sitzen wir im Garten unter den Olivenbäumen und lassen uns von der Provenzalischen Küche verwöhnen. Es wird an langen Tischen gegessen und man sollte etwas zeit einplanen, da hier alles frisch zubereitet wird. Aber wenn man nicht im Urlaub Zeit hat, wann dann? Insgesamt ist es eine tolle Atmosühäre und es lohnt sich einfach hier mal vorbei zu schauen.

Avignon in der Provence

Nur eine knappe Stunden mit dem Auto entfernt liegt Avignon, berühmt für seine Päpste und vor allem durch seine intakte, mittelalterliche Struktur. Nicht ganz zu Unrecht wird Avignon als Perle der Provence bezeichnet. Besonders die Pont d´ Avignon ist in vielen Liedern besungen und die weltbekannte Mireille Mathieu wurde hier geboren.

Für Gaumenfreunde ein kleiner Geheimtipp: das Au Tout Petit liegt mitten in der Stadt und doch abseits der großen Touristenströme. Auf der Karte sind besonders ausgefallene Kreationen zu finden, die liebevoll und aufwändig auf den Tisch serviert werden. Die Preise sind für französische Verhältnisse unverschämt niedrig und der Koch ein echter Könner. Reservieren Sie jedoch vor!

Das Amphitheater in Arles

Unsere letzte Station ist Arles, dem bevorzugten Ort von Van Gogh, Picasso und Gaugin. Irgendwas werden sie sich schon dabei gedacht haben, denn die Stadt ist einfach nur wunderschön. Nicht umsonst stehen viele der antiken und romanischen Denkmäler der Stadt seit 1981 auf der UNSESCO-List des Weltkulturerbe. Unser Tipp: ganz viel zeit einplanen.

Essen wie Gott in Frankreich - Arles

Unser Hotel in Arles ist in einem gepflegten Park gelegen und bis ins Detail liebevoll reniviert. Der alte Landsitz ist herrlich zum entspannen und die Gäste werden vom Hausherrn höchstpersönlich versorgt. Im Sommer unter den Bäumen zu frühstücken ist ein Traum. Ansonsten bietet es sich hervorragend an, um schnell in der Stadt zu sein und von dort die Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Für Arles sollte man sich ruhig etwas Zeit nehmen und gerade Geschichts-Interessierte werden voll auf ihre Kosten kommen.Zu erwöhnen sind aber auch die vielen kleinen Restaurants in den Gässchen, in denen Gäste die Klassiker der Provence serviert bekommen.

Urlaubsberichte aus der Provence

Zwei Tage nehmen wir uns Zeit für die Stadt und müssen uns dann leider schon wieder auf den Rückweg machen. Die Provence hat uns gefangen und wir nehmen uns vor später wieder zu kommen und unsere Erfahrungen zu vertiefen.


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Schönes Lissabon

Dez 22, 14 Schönes Lissabon

Lissabon, dieses Juwel am Tejo haben wir schon lange auf unsere Liste für Städtereisen gehabt, und jetzt konnten wir die portugiesische Hautpstadt endlich besuchen. Wie eine Liebeserklärung klingen die Worte des Schriftstellers Fernando Pessoas: "Für den Reisenden, der sich auf dem Seeweg nähert, erhebt sich Lissabon – wie ein schönes Traumgesicht. Gestochen scharf steht es vor einem strahlend blauen Himmel, den die Sonne mit ihrem Gold erheitert."

Auf der Suche nach dieser malerischen Kulisse in goldener Sonne, sind wir zur Stadt am Atlantik aufgebrochen und haben uns einen kurzen Urlaub gegönnt. Eine obligatorische Fahrt mit der Electrico Nr. 28 steht ebenso auf dem Programm, wie Spaziergänge in der Altstadt und Belem oder ein Besuch auf dem Gelände der Weltausstellung mit dem ozanischem Aquarium.

Die Electrico Nr. 28

Vorn kurbelt der Fahrer, ein kurzes Klingeln ertönt und die Magnetbremsen lösen sich. Langsam ruckelt die Straßenbahn Nr. 28 durch die engen Gassen Lissabons. Wir haben Glück, denn normalerweise ist dieses Highlight eines jeden Lissabon-Besuch überfüllt, aber unser Hotel in Lissabon liegt nahe der Endhaltestelle und so können wir als fast als erste mit einsteigen. Die Stadt mit diesen zweiachsigen Oldtimern zu erkunden gehört sicher zu den schönsten Erlebnissen, denn so nah kommt man Stadt und Menschen kaum woanders.

Von der Kirche da Graca fahren wir mit quietschenden Rädern die steile Rua da Voz do Operário hinab zum Kloster Sao Vicente de Fora. Danach wird es im Stadtteil Alfama immer enger, rücken die Häuser immer näher an die Gleise. Um durch die engen Kurven zu kommen, schwenken die Gleise immer wieder kurz auf die Gegenfahrbahn. Bis in der Rua das Escolas Gerais nur noch Platz für eine Bahn ist. Die entgegenkommende muss warten – mit südeuropäischer Gelassenheit verstreicht aber auch diese Zeit.

Brücke über den Tejo

In den Strassen Lissabons geht es ständig bergauf und ab. Die dadurch entstandenen, verwinkelten Gassen gehören zu den Reizen, welche die Stadt  ihren Gästen zu bieten hat. Das Problem dabei ist: die Einwohner laufen nicht allzu gerne bergauf und bergab. Als Lösung erklimmen Kabelbahnen die steilsten Gassen in der Stadt. Die Kabelbahnen sind ein beliebtes Fotomotiv für Fotografen und so manches mal stellt sich die Frage, gibt es nun mehr Fahrgäste oder mehr Fotografen. Für jeden Urlaub in Lissabon ist eine Fahrt mit diesen Kabelbahnen ein unbedingtes MUSS.

Kabelbahnen durchziehen die steilen Gassen der Stadt

Wir erreichen das berühmte Viertel Alfama, dass mit seinen engen, steilen Gassen und Gässchen das alte Lissabon zeigt. Die vielen kleinen Läden laden zum Verweilen ein, haben aber nicht den Schick große Touristenmassen anzulocken, und haben vielleicht gerade deshalb ihren ganz besonderen Reiz. Es ist das älteste Viertel Lissabons und wir können als ganz besonderes Ziel die Patios empfehlen, große Höfe die wie kleine Dörfer innerhalb der Stadt wirken und ihren ganz eigenen Mikrokosmos beherbergen. Hier können, inmitten der Großstadt, noch Kinder ungestüm dem Ball nachjagen und einfach Kind sein.

Kolumbus-Statue

Überhaupt hat Lissabon so viel zu bieten, dass ein Wochenende nicht ausreicht. Ob Castelo de Sao Jorge, dass sich hoch über Stadt mächtig erhebt, Catedral Sé Patriarcal oder Torre de Belém, es gibt viel zu sehen, viel zu bestaunen. Überall locken dazu Restaurants zum Einkehren und bieten die kulinarischen Köstlichkeiten der portugiesischen Küche feil. Besonders abseits der großen Strassen gibt es viele kleine Restaurants die auch für wenig Geld wirklich leckeres Essen anbieten. Es gibt jedoch nur wenige originäre Lissabonner Spezialitäten, die nicht auch anderswo angeboten werden. Die Portugiesische Küche basiert auf deftigen und traditionell zubereiteten Gerichten unter Verwendung von Fleisch, Fisch, Gemüse, Reis, Bohnen und Kartoffeln. Der Stockfisch ist sowohl Spezialität als auch ein Nationalgericht Portugals.

Lissabon von der Seeseite her

Für den letzten Tag haben wir uns etwas Besonderes aufgehoben, dass Oceanário de Lisboa, dass sich auf dem Expo 98 Gelände befindet. Durch seine Lage am Atlantik hat Portugal, und insbesondere Lissabon, eine lange Verbindung mit dem Meer. Nirgends ist dies offensichtlicher als im gigantischen Aquarium, dessen Mission es ist, die Besucher aufzuklären, Wissen zu vermitteln und Lösungen zu präsentieren wie die täglichen Gewohnheiten geändert werden können, um die Natur zu bewahren und zu schützen.

Das Gebäude erstreckt sich über zwei Etagen um das große Hauptbecken herum. Dieses beherbergt neben mehreren Arten von Haien und Rochen auch je einen Schwarm Thunfische und Sardinen sowie einen Mondfisch. Neben dem Hauptbecken sind in vielen kleineren Aquarien spezifische Meeresbewohner aus allen Ecken der Weltmeere zu sehen. Die vier Ecken des Oceanário nehmen Nachbildungen bestimmter Regionen ein, so gibt es beispielsweise eine Antarktis-Ecke mit Pinguinen und künstlichem Gletscher, ein Bassin mit einem Seeotterpärchen und eine „Mangrovenwald“-Ecke.

Das Ozeaneum in Lissabon

Es ist einfach nur beeindruckend und wunderschön diese Vielzahl an Meerestieren zu sehen und die Eleganz zu bewundern. Für moderate 13 Euro für Erwachsene und 9 Euro für Kinder, ist der Besuch auch für Familien erschwinglich – und es ist garantiert ein unvergessliches Erlebnis.

Mit der Metro geht es dann zurück in unser Hotel, wo wir noch schnell Sachen packen müssen. Wenig später wartet das Taxi unten, wir checken aus und werden zum Flughafen gefahren. Als Fazit nehmen wir mit: Lissabon ist eine herrliche Stadt mit einem ganz eigenen Flair aus südeuropäischer Gelassenheit und Weltoffenheit durch die Lage am Meer. Wir haben schon zahlreiche Reiseberichte über die portugiesische Hauptstadt gelesen, doch das es so schön, so interessant sein würde, das hätten wir nicht gedacht. Etwas wehmütig heben wir ab und nehmen uns vor, nochmal diese Perle am Tejo zu besuchen.

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Kroatien sehen

Nov 25, 14 Kroatien sehen

Istrien und Dalmatien sind zwei alte Kulturlandschaften Europa´s und gehören heute zu Kroatien. Mit seinen Buchten, Stränden und malerischen Fischerdörfen, sowie den wunder- schönen kleinen Städten direkt an der Adria können Sie ein traumhaftes Land entdecken. Mit über 1240 großen und kleinen Inseln lässt sich das Land auch sehr gut von seiner maritimen Seite her erkunden. Das Labyrinth aus Inseln zieht immer mehr passionierte Segler an und die mannigfaltige Tier- und Pflanzenwelt hat hier einen ungestörten Rückzugsort.

Immer mehr Reisende lernen die Vielfältigkeit Kroatien´s kennen und schätzen. Das Land ist jedoch noch weit entfernt von den großen Touristenmassen und überteuerten Preisen. Ob Single, Pärchen oder Familien, für jede Preisklasse lässt es sich hier herrlich Urlaub machen und entspannen.

Wunderschöne Städtchen direkt an der Adria gelegen

Aufregende Reiseziele gibt es in Kroatien mehr als genug. Pula zum Bespiel biete Ihnen ein riesiges Amphitheater mit über 23.000 Plätzen und weist auf die römische Vergangenheit Istriens hin. Oder Sie besuchen die Kvarner Bucht mit ihrem glasklaren und sauberen Wogen, deren gemächliches Tempo etwas vom Dolce Vita hat. Krk, Rab oder Cres sind nur einige der großen Inseln Nordkroatiens, deren einsame Strände und pinienbewachsene Buchten Sie entdecken können – die Idylle dieses Landes wird Sie faszinieren. Egal wo an der Küste Sie sich befinden, im Hinterland sind die Erhebungen des Dinarischen Küstengebirges zu sehen, welche eine Höhe von bis zu 1339 Metern hat.

Das römische Amphitheater in Pula

Tief im Süden erheben sich die trutzigen, wehrhaften Mauern Dubrovniks, der Perle der Adria. Hier offenbart sich dem Reisenden von der Meerseite das schönste Antlitz des Landes. Umgeben von der 1940 Meter langen begehbaren Stadtmauer wird dieses Juwel beschützt. Die vormals illyrische Siedlung mit ihren Mauern, Türmen und Kirchen spiegelt sich verheißungsvoll im türkisblauen Wasser – und hoch drüber ergebt sich mit dem Srd der hausberg Dubrovniks majestätisch über die Stadt. Flanieren Sie die Stradun entlang, der prunkvollen Hauptstrasse, vorbei an venizianischen Palästen und alten Patrizierhäusern und lassen Sie sich in längst vergangene Jahrhunderte entführen.

Reiseziel Dubrovnik - Entdecken Sie Kroatien

Mit Kroatien erwartet Sie ein wunderschönes Land. Faszinierende Landschaften mit einsamen Stränden, atemberaubenden Buchten, wechseln sich mit kleinen, malerischen Städten ab. Kulinarische Genüsse aus einer Mischung zwischen mediterraner Küche und Balkan-Spezialitäten werden Sie verwöhnen. Für geschichtlich Interesseirte bietet Kroatien mehr als genug "Lesestoff" und egal ob Sie das Land mit dem Segelboot erkunden wollen oder eine Wandertour machen, die Vielfältigkeit wird Sie erstaunen. Kroatien ist sicher kein Land, dass Sie in einer Woche kennenlernen können. Nehmen Sie sich Zeit, so wie sich das Land Zeit nimmt…

Wunderschöne Natur in Kroatien entdecken

Sie suchen noch ein Reiseziel für den nächsten Sommerurlaub? Vielleicht haben wir Ihnen etwas Lust auf Kroatien gemacht. Entdecken Sie dieses abwechslungsreiche Land, eine Mischung aus wunderschöner Landschaft, leckerem Essen, Erholung, Zeitreise und einfach das Leben leben. Nach dem politischen Umschwung hat sich das Land auch sehr gute auf die vielen Reisenden eingestellt und so gibt es zahlreiche gute Hotels und Ferienanlagen. Ob Städtereisen oder Urlaub, dass Land an der Adria wird Sie in seinen Bann ziehen. Viele Urlaubsberichte und Reiseerfahrungen schwärmen von der Herzlichkeit der Menschen, der traumhaften Natur und den tollen Impressionen – besuchen Sie Kroatien.

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Die Toskana

Okt 14, 14 Die Toskana

Unser Ziel ist die Toskana, doch dieses Mal ziehen wir es vor, mit dem Flugzeug die Reisezeit deutlich zu verkürzen. Von Deutschland aus ist Pisa sehr gut erreichbar und so landen wir auf dem Aeroporto Galileo Galilei. Stilecht haben wir von zu Hause aus schon einen Fiat 500 bei der Autoreservierung vorgebucht und nach dem üblichen Papierkram kann es losgehen. Pisa, dass außer dem schiefen Turm wenig Attraktives zu bieten hat, liegt bald hinter uns und es geht etwa eine Stunde weiter östlich. Dort, in den toskanischen bergen, wo Landschaft, Häuser, Menschen und Essen wie auf einer Postkarte aussehen liegt San Miniato, das Herz der weißen Trüffel.

Der französische Philosoph Brillat Savarin schrieb einst: "Der Trüffel macht Frauen zärtlicher und Männer liebenswürdiger." Wir sind gespannt – auf den Trüffel und auf San Miniato. Das winzig kleine Dorf mit seinen mittelalterlich anmutenden Häusern wird von einer alten Burg bekrönt. Die Uhren scheinen hier langsamer zu ticken und alles wirkt ruhig und entspannt. Unser Hotel in San Miniato ist bald gefunden. Von der Einrichtung bis zur Freundlichkeit der Italiener sind wir mehr als zufrieden.

San Miniato mit Burg

Ciro, der Besitzer unserer Herberge, empfängt uns herzlich, ein paar Brocken Englisch, aber mit Händen, Füßen und viel Charme verstehen wir uns prächtig. Die Zimmer sind praktisch und einfach eingerichtet und wir haben eine herrliche Aussicht: die Berge der Toskana, überzogen mit Wäldern, Weinbergen und Feldern und die Typressen dürfen natürlich nicht fehlen. Ciro lädt uns auch gleich zum Essen ein, doch wir vertrösten ihn – wir haben uns etwas ganz besonderes ausgesucht und fahren ins Dorf.

Unser Ziel ist das Restaurant Pepereno. Wer den nicht einfach zu findenden Eingang gesehen hat, gelangt über eine Treppe in ein hell und modern eingerichtetes Kellergewölbe. Umso überraschter sind wir, welchen Ausblick wir haben. Fast alle Häuserrückseiten von San Miniato sind an den Hang gebaut, so das man nach hinten einen phantastischen Blick in die umliegenden Täler hat. Als Reisetipp können wir empfehlen: wer im Sommer kommt, unbedingt einen Tisch hinten oder auf der Terrasse reservieren lassen.

Nach der Vorspeise wählen wir aus der Karte aus. Wir entscheiden uns für das zarte Angus-Carpaccio mit weißen Trüffeln und werden nicht enttäuscht. Elegant, fein geschnitten und köstlich zubereitet ist es das beste Carpaccio, das wir je gegessen haben. Danach gibt es hausgemachte Pasta, natürlich wieder mit Trüffeln. Ein Genuss, mehr braucht man nicht sagen. Obwohl wir schon satt sind, nehmen wir noch die Fagioli, eine Spezialität der Toskana. Die weißen Bohnen werden mit Trüffeln serviert und dazu gibt es einen leckeren Vin Santo. Wir sind begeistert vom Pepereno. Spät abends geht es dann in unsere Herberge zurück und wir fallen totmüde ins Bett.

Weiße Trüffel der Toskana

Nach dem üppigen Frühstück machen wir uns wieder auf den Weg. Mit dem Auto brauchen wir nicht lang und schon kurz hinter San Miniato wartet auf uns ein Mann mit Hund – es geht auf Trüffelsuche. Ciro hat seinen alten Freund Enzo gefragt, ob er uns Il Tedesci die Trüffelsuche erklären würde. Die Vorfreude ist riesengroß – so stilecht Trüffel suchen. Italienisch-Kenntnisse sind angebracht um ein paar interessante Hintergründe zu erfahren. Im Eichenwald angekommen erzählt uns Enzo, dass die Saison trocken war – und es kaum Trüffel gab. Doch wie auf Bestellung bringt uns seine Hündin Gianni, zuvor versteckte Trüffel aus dem Gebüsch. Der weiße Trüffel aus San Miniato ist in der ganzen Welt bekannt. Der größte jemals gefundene Trüffel hier wog stolze 2520 Gramm. Die Ausbeute der Saison kommt bei weitem nicht heran, aber Enzo erzählt uns viele unterhaltsame Anekdoten und so geht der Vormittag viel zu schnell rum.

Der Weiße Trüffel von San Miniato

Uns knurrt so langsam der Magen. Wir setzen uns in den Fiat und fahren die Landstrasse weiter hinab ins Tal. Da entdecken wir ein schmuckes Restaurant, das Il Convio. Auf dem ersten Blick sieht es eher nach einem Touristenlokal aus, doch nach uns nach füllt sich der laden mit einheimischen Familien und uns umschwirrt italienisches Geschnatter in allen Lautstärken uns Ausprägungen. Die Vorspeise zeigt uns alles was die Toskana zu bieten hat: eingelegtes Gemüse, knusprige Bruschetta, Wurst, Schinken, Trüffelcreme und Pilze – es ist herrlich lecker. Wir bestellen usn wieder die Trüffelpasta, denn wenn wir schon einmal hier sind, wollen wir den Genuss auch voll auskosten.

Die Weinberge der Toskana

Weiter ging es dann in unserem Fiat – nach Balconovese, einem kleinen Bergdörfchen, von dem Enzo uns erzählt hatte und dem dort stattfindenen Trüffelfest. Die Zufahrt ins Dorf war schon für Autos gesperrt, also blieb uns nur den Rest der Strecke per Fuß zurückzulegen. Oben angekommen wähnen wir usn in einem alten, italienischen Film. Der kleine Dorfplatz war mit ein paar Zelten und einer Bühne zugebaut. Eine nicht mehr ganz so junge Band spielte auf und zwei in die Jahre gekommene Dorfschönheiten sangen und schangen die Hüften. Dazu verkauften ein paar italienische Mamas alles was der Ofen hergab. Selten haben wir so leckeren Kuchen gegessen wie auf der winzigen Dorfstrasse von Balconovese.

Enge Gassen in einem toskanischen Dorf

Zum Abend hat uns Ciro ein kleines Ristorante im Dorf empfohlen. Anfangs waren wir etwas skeptisch, dass Essen hat uns aber völlig überzeugt. Fiori di Zucca, hausgemachte Pasta und zartes Bistecca tagliata sind ein wahrer Gaumenschmauss. Zum Abschluß überredet uns der Chef noch zum Dessert – ein viel zu saftiger, viel zu leckerer Kuchen. Auf die Waage werden wir uns in nächster Zeit nicht stellen dürfen. der Chef sprach übrigens ein sehr gutes Deutsch. Als Gastarbeiter kam er in den 60-er Jahren nach Deutschland und ist erst vor wenigen Jahren wieder zurück in die alte Heimat. Bei einem schönen Glas Wein reden wir bis tief in die Nacht bevor es in unser Hotel geht.

Am nächsten Morgen müssen wir früh auschecken. Wir bedanken uns bei Ciro für seine Hilfe und setzen uns mit wehmütigem Herz in den Fiat. Auf der Rückfahrt zum Flughafen geniessen wir noch einmal diese herrliche Landschaft. So stellen wir uns Italien vor und San Miniato ist auf jeden fall ein lohnenswertes Reiseziel.

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Die Alhambra

Sep 11, 14 Die Alhambra

Alhambra, das klingt exotisch und erhaben und wie sie so da steht, diese alte Stadtburg Granadas, hält sie alles was der Name verspricht. Die Alhambra auf dem Sabikah-Hügel in Granada ist zugleich eine der meistbesuchten Touristenziele Europa´s und eine der Höhepunkte maurischer Baukunst. Die Burganlage ist seit dem Jahr 1984 UNESCO Weltkulturerbe und mit ihrer 740 m Länge und 220 m Breite eine der größten Burgen Spaniens. Grund genug Andalusien zu besuchen.

 

Die mächtige Burganlage erhebt sich hoch über Granada und ist schon von weitem zu sehen. Rötlich schimmert das Bauwerk in der Sonne und kündet von Jahrhunderte alter Geschichte. Aber nicht nur für Geschichtsliebhaber bietet die Alhambra etwas zu entdecken, doch sehen Sie selbst.

Die Alhambra im Mondschein

Ein kleiner Rückblick in die Geschichte. Im Jahr 1492 besucht einer gewisser Christoph Kolumbus das Heerlager der katholischen Könige Ferndinand und Isabelle und erbittet sich ihre Unterstützung zum Aufbruch in eine neue Welt, der mit der Entdeckung Amerikas seinen Höhepunkt findet. Die christlichen Herrscher gewähren ihm seinen Wunsch, sind aber in gedanken bei der monatelangen Belagerung von Granada. Und tatsächlich, bereits wenige Monate später muss der letzte maurische Sultan auf spanischem Boden Burg und Stadt an die neuen Herrscher abgeben.

Nach fast 800 Jahren, in denen die Iberische Halbinsel von den Mauren beherrscht wurde, ist nun das letzte Überbleibsel fest in christlicher Hand. Das Jahr 1492 geht somit nicht nur als Jahr der Entdeckung Amerikas in die Geschichte ein, sondern auch als Wendepunkt in der Geschichte Europas. Ganz nebenbei fällt eine der beeindruckendsten architektonischen Bauwerke islamischer Kunst in den Schoß Spaniens. Was damals als militärische Wehranlage eher praktischen Nutzen hatte, ist heute eines der lohnendsten Reiseziele in Europa.

Der Löwenbrunnen

Nach der Eroberung durch die neuen spanischen Herrscher viel die Brug für Jahrhunderte in Vergessenheit bis der amerikanische Schriftsteller Washington Irving im frühen 19.Jahrhundert die Burg besuchte und sein Werk "Geschichten aus der Alhambra" schrieb. 1832 erschien das Werk und Dank der romantischen Strömungen dieser Zeit stieg der Zustrom an Touristen beständig an. Im Laufe der Zeit wurden es so viele Touristen, dass heutzutage die Anzahl der Besuchertickets begrenzt wurde, übrigens ebenso wie Besucherzeit in der Burg. Aber mit etwas Geduld und Glück erhält man eins der begehrten Tickets – versuchen Sie Ihr Glück, es lohnt sich.

Betritt man die Alhambra, gelangt man in den Myrtenhof, der seinen Namen von dem mit Myrten umfassten Teich erhalten hat. Von dort hat man einen schönen Blick auf den Salon des Embajadores, der in alten Zeiten dem Sultan als Empfangsraum für Besucher und Gesandte diente.

Der Myrtenhof

Zentraler Punkt der Burg ist der Löwenbrunnen, von dem in alle viert Himmelsrichtungen kleine Quellflüsschen abgehen und viele der Wohnräume mit frischem Wasser versorgen. Die umgebenden Säulengänge geben der Architektur etwas leichtes und luftiges und wirken so gar nicht nach einer Verteidigungsanlage. Der von zwölt steinernen Löwen getragene Brunnen gab dem Hof seinen Namen, Patio de los leones. Wer genauer hinschaut kann den berühmten Spruch des Dichters Ibn Zamrak lesen: "Selig ist das Auge, das diesen Garten der Schönheit sieht".

Maurische Kunst in Vollendung

Überhaupt, wirkt die Alhambra von außen sehr wuchtig, steht ihr im Inneren etwas sehr Graziles gegenüber. Mit Gips, Holz und Keramik wurde jede noch so entlegene Ecke ausgeschmückt, farbig bemalt oder vergoldet. Die vielen Verzierungen der Fenster und Haremsräume lassen einen staunen – so etwas muss heutzutage unbezahlbar sein. Herzstück der Festungsanlage sind die Nasridenpaläste mit den Gärten. Sie enthalten die Privaträume der maurischen Herrscher und den eigentlichen Regierungssitz des einzigen Kalifats auf europäischem Boden. Hauptkomplex ist der Alcazar mit dem Thronsaal im Comares-Turm. Überall sind die Wände reicht verziert mit arabischen Schriftzügen und Arabesken, ein wahrer Augenöffner.

Die Alhambra in Granada

Der Palast ist prächtig gestaltet und die Innenräume durch ihre Dekoration beeindruckend. Aber auch die Außenanlagen bieten erstaunlich viel Grün in den Gärten. Von dort hat man auch einen herrlichen Blick auf die verwinkelten Gässchen des alten arabischen Viertels, der Albaicin, ebenfalls Teil des Weltkulturerbes.

Um alles in Ruhe zu bestaunen fehlt die Zeit, denn wie oben erwähnt, ist die Besuchszeit begrenzt. Trotzdem ist Granada und die Alhambra eines der Top-Reiseziele in Europa. Dank der vielen Touristen gibt es auch zahlreiche gute Hotels, Restaurants und Freizeitmöglichkeiten. Andalusien ist eine der schönsten Gegenden Spaniens. Land und Leute, Kultur und kulinarische Delikatessen erwarten Sie – besuchen Sie Al-Andalus.

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Stockholm

Sep 11, 14 Stockholm

Stockholm ist die größte Stadt Skandinaviens, aber wenn es um Urlaub oder Städtereisen geht, eher weniger bekannt. Grund genug uns die Stadt an der Ostsee genauer anzuschauen und einen Kurztrip in den Süden Schwedens zu starten. Was hat das Land noch zu bieten außer Volvo, Köttbullar und IKEA? Apropos IKEA, wir haben ein tolles Hotel im Vorort Huddinge gefunden – und gleich gegenüber befindet sich der erste und größte IKEA-Markt der Welt. Am späten Nachmittag beziehen wir unser Zimmer und schlendern anschließend noch etwas durch den Vorort, aber wirklich Sehenswertes finden wir nicht.

Blick auf Stockholm

Am nächsten Morgen geht es dann nach Stockholm und die Stadt hat wirklich einiges zu bieten. Zum Beispiel 14 Inseln auf denen Stockholm verteilt ist und wo viel Wasser ist, gibt es viele Brücken, insgesamt 53 an der Zahl. Man verliert schnell mal den Überblick auf welcher der Inseln man sich gerade befindet und deshalb ist ein Stadtplan empfehlenswert. Die Altstadt erstreckt sich über die Inseln Helgeandsholmen, auf der sich der Reichstag befindet, Stadsholmen und Riddarholmen. In welche Richtung man auch blickt oder sich bewegt, schnell ist man wieder am Wasser, dass über 30 Prozent der Stadtfläche ausmacht.

Reichstag in Stockholm

Lohnenswertes Ausflugsziel ist der Kaknästurm, ein Aussichts- und Rundfunkturm, von dem man einen herrlichen Ausblick über Stockholm hat. Der Turm liegt inmitten des Ekoparkes, des weltweit ersten innerstädtischen Nationalparks, der früher als Jagdgebiet der Könige diente. Hier im Grünen lässt es sich gut abschalten vom Trubel der Großstadt. Unsere Tour geht aber weiter und über Östermalm und Norrmalm kommen wir nach Kungsholmen. Hier befindet sich das Rathaus, Stadshuset genannt. Der Backsteinbau selbst ist gar nicht so bekannt, eher die Tatsache, dass Jahr für Jahr in der Blauen Halle das Nobelfest stattfindet, ein Bankett zu Ehren der Nobelpreisträger.

Rathaus in Stockholm

Die Rundfahrt geht weiter und wir erreichen das Königliche Schloss. Wer Glück hat kann der Wachablösung beiwohnen und sich von der Musikkapelle noch musikalisch unterhalten lassen. Rundherum gibt es zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten wie der Stockholmer Dom, das Tessinsche Palais oder das Ritterhaus, Zeugnisse der ehemaligen Großmachtstellung Schwedens. Da der Großteil der Altstadt autofrei ist lässt sich alles ohne Hektik zu Fuß erkunden. Die schmalen, zum Wasser abfallenden, Gässchen bieten viel Abwechslung.

Schloss in Stockholm

Die Domkirche war vor nicht allzu langer Zeit Mittelpunkt der höfischen Berichterstattung, als Kronprinzessin Victoria hier ihr Jawort gegeben hat. Reuchstag, Opernhaus, Jakobskirche oder Stadttheater, es gibt einfach viele Anlaufpunkte für den Touristen und um sich Alles genau anzuschauen wird ein Tag nicht reichen. Selbst wer an einem Tag nur von außen die Sehenswürdigkeiten besuchen will, wird sich sputen müssen – Stockholm hat einfach zu viel zu bieten. Zu empfehlen ist unbedingt eine Besichtigungstour mit dem Schiff, denn hier bekommt man einen ganz anderen Einblick auf die Stadt und historischen Gebäude. Für Geschichtsinteressierte ist das Vasa-Museum einen Abstecher wert. Hier befindet sich das 1628 auf seiner Jungfernfahrt gesunkene Kriegsschiff Vasa.

Stortorget in Stockholm

Wir sind überrascht von den vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt, einer Stadt, die im Vergleich zu den anderen Metropolen Europa´s wenig im Blickpunkt ist. Doch vielleicht macht gerade das den Charme Stockholms aus und die Gelassenheit der Schweden. Auch wenn wir uns in einer Großstadt befinden, hier scheinen die Uhren etwas langsamer zu laufen – und das ist ganz angenehm. Besuchen Sie Stockholm und lernen Sie Land und Leute kennen. Als Reiseziel oder Städtereise ist es wärmstens zu empfehlen – Sie werden eine interessante, abwechslungsreiche Stadt kennenlernen.

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einmalige erlebnisse

Rowy in Polen

Sep 10, 14 Rowy in Polen

Die polnische Ostseeküste hat viele lohnenswerte Reiseziele, aber Rowy ist gerade für Familien einen Urlaub wert. Die kleine Stadt in der Nähe von Ustka bietet neben traumhaften Badestränden auch zahlreiche Ausflugsziele, die bequem mit dem Auto oder dem Fahrrad zu erreichen sind.

Entlang der Europastrasse E6 geht es über gut ausgebaute Strassen bis nach Slupsk und von dort aus Richtung Ustka. Kurz vor Ustka geht es rechts ab und über enge Landstrassen erreichen wir schließlich Rowy. Das ehemals kleine Fischerdorf wurde durch zahlreiche Ferienwohnanlagen erweitert. Dank Navigationssystem finden wir unsere Ferienwohnung leicht und richten uns ein. Am Abend erkunden wir Rowy. Vorbei an der alten Kirche geht es am Hafen entlang, über eine kleine Brücke und hören schon das Meeresrauschen – die Ostsee liegt vor uns.

Strasse in Rowy

Am nächsten Morgen geht es schon früh an den Strand. Unterwegs bieten zahlreiche Stände Badeutensilien, Eis und andere Leckereien an. Der Strand ist um diese Uhrzeit noch relativ leer, doch wir beschließen noch ein Stück entlang zu laufen. Das Gefühl von Urlaub umgibt uns sofort – das Meeresrauschen, der Sand unter unseren Füßen, die Möwen – hier lässt es sich aushalten. Zu empfehlen ist das Mitbringen eines Windschutzes. So kann man sich gut gegen den Wind wappnen und sich eine eigene, kleine "Burg" bauen. Nach und nach wird der Strand voller, doch bleibt immer genug Freiraum um Beachvolleyball oder Fussball zu spielen.

Hafen von Rowy

Am Abend erkunden wir den kleinen Hafen und finden heraus, dass Ausflüge mit einem Schiff, der "Jaga", angeboten werden. Wir essen im Fischrestarant nebenan, geniessen das Flair und die entspannte Atmosphäre. Viele Familien sind hier im Urlaub und für Kinder gibt es ein zahlreiches Angebot. Eisdielen, Hoppseburgen, Tretautos und Spielhallen, ja selbst Karussell´s ziehen sich wie ein dichtes Band an der polnischen Ostseeküste entlang und bieten alles was das Kinderherz begehrt. Im Vergleich zu Deutschland´s Ostseeküste wird in Polen viel mehr an Kinder gedacht. Für einen Familienurlaub bietet sich Polen eindeutig besser an, zumal man noch deutlich an Geld sparen kann.

Naturpark bei Rowy

Am nächsten Tag geht es per Fahrrad raus in die Natur. Für wenig Geld kann man an einem der zahlreichen Ausleihstationen ein Fahrrad erhalten und es kann losgehen. Vorbei am Hafen, über die Brücke und kurz vor dem Strand geht es rechts in den Naturpark. Die Wege sind fest, die Natur wunderschön und in der Ferne ist die Ostsee zu hören. An Seen vorbei, durch idyllische Wälder ist der Leuchtturm Czolpino unser Ziel. Der letzte Anstieg ist beschwerlich, aber als wir oben auf dem Leutturm stehen, werden wir mit einem tollen Ausblick belohnt. Wir beschließen zurück die Strecke direkt am Strand zu nehmen. Unmittelbar am Wasser lässt es sich gut fahren, die Strände sind Kilometer lang leer und wir geniessen die Natur. Highlight sind die Baumstümpfe direkt am Strand, die davon künden, dass sich die Ostsee Stück für Stück mehr Raum erobert.

Ostseeküste bei Rowy

Nächstes Ausflugsziel ist am nächsten Tag Leba mit seinen weithin bekannten Wanderdünen. Mit dem Auto dauert die Fahrt etwa eine dreiviertel Stunde, ist also bequem zu erreichen. Der Weg vom Eingang des Naturparks Slowinski Park Nadarowy bis zu den Sanddünen ist etwa 5 Kilometer lang und man kann ihn wahlweise per Fuß oder per Shuttle erreichen. Wir beschließen unsere Beine zu nutzen und werden mit unberührten Wäldern und zahlreichen Tieren links und rechts der Strecke belohnt. Zwischenstation ist eine Art Museum, in dem Raketen und andere Waffen von der ehemals militärischen Nutzung künden.

Endloses Sandmeer an der Ostsee

Wir erreichen die Dünen und sind beeindruckt. Fast wüstenartig ziehen sich die Dünen entlang – und auf ihnen die Menschenketten. Gut besucht sind die Wanderdünen von Leba und es lohnt sich auch dieses Naturspektakel anzusehen. Jahr für Jahr werden durch den Wind die Sandmassen landeinwärts getrieben, verschlingen Bäume und alles was nicht fliehen kann. Gerade wenn die Sonne sich mal nicht zeigen sollte, sind die Sanddünen von Leba eine Alternative zum Strand. Ein beeindruckendes Naturschauspiel, frische Luft und interessante Eindrücke sorgen für einen gelungenen Ausflug.

Sanddünen bei Leba

Der nächste Tag gehört wieder dem Strand. Das Wetter ist herrlich mit angenehmen Temperaturen und wir sind mehr im Wasser zu finden als an Land. Am späten Nachmittag geht es dann vom Hafen aus per Schiff auf hohe See. Sich den Wind um die Nase wehen lassen, der Geruch des Salzwassers, dass gehört zu einem Ostseeurlaub dazu. Danach streifen wir durch die Strassen von Rowy, vorbei an kleinen Restaurants, Spielhallen und Einkaufsmöglichkeiten die alle Grundbedürfnisse befriedigen. Zum empfehlen ist Lody, das Softeis, dass es an zahlreichen Ständen zu kaufen gibt.

Die polnische Ostseeküste biete gerade für Familien so einige Vorteile gegenüber Deutschland. Vor allem hat man hier das Gefühl, dass Kinder willkommen sind und das man sich viel besser auf Familien eingestellt hat. Das Angebot für Kinder ist riesig und bietet zahlreiche Verlockungen. Ganz nebenher spart man viel Geld, denn die Preise sind um einiges günstiger als an der deutschen Ostsee. Die Polen sind freundlich, viele sprechen sogar Deutsch, und es herrscht eine angenehme, entspannte Urlaubsatmosphäre aller Orten.

 

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Kurztrip nach Cork

Sep 10, 14 Kurztrip nach Cork

Irland hat mehr zu bieten als Dublin und Weiden voller Schafe, Irland hat auch wunderschöne, rauhe Landschaften und mit Cork, der zweitgrößten Stadt des Landes ein lohnenswertes Reiseziel. Wir machen uns auf den Weg und per Flugzeug und Bahn sind wir nach etwa 3 Stunden im Süden Irlands angekommen. Wir machen uns gleich mal auf die Suche nach einer passenden Herberge für uns. Dank der Touristeninformation finden wir ein preiswertes Hotel im Stadtviertel Shandon, gleich neben der St. Ann`s Church. Nachdem wir uns kurz ausgeruht haben, geht es raus zum ersten kleinen Spaziergang, bei dem wir schon die Planungen für den nächsten Tag in Angriff nehmen. Zum Glück finden wir auch einen der urigen, gemütlichen Pubs, in dem wir lecker zu Abend essen.

In den Kanälen von Cork unterwegs

Am nächsten Tag machen wir uns schon früh morgens auf den Weg nach Midleton, einer kleinen Stadt östlich von Cork. Ziel ist das Jameson Heritage Centre, einer alten Brennerei die seit einigen Jahren als Museum dient. Interessierte erfahren dort alles zur Whiskeyherstellung und wir kennen jetzt den Unterschied zwischen irischem, schottischen und amerikanischem Whiskye beziehungsweise Bourbon. Eine kleine Whiskey-Verkostung darf natürlich nicht fehlen und machen uns dann beschwingt auf durch die Gassen von Midleton. Die Stadt selbst ist eher unscheinbar, doch wir wollen etwas von Land und Leuten abseits der großen Touristenattraktionen sehen. Bevor wir mit dem Bus zurück nach Cork fahren, gehen wir in einem kleinen Pub essen und hören einer örtlichen Live-Band zu, mehr Irland geht nicht.

Cork aus der Luft

Am nächsten Tag nehmen wir uns ein Mietauto. Dank der Rechtslenkung fällt die Umstellung auf den Linksverkehr leichter, ein bißchen Abenteuer ist aber trotzdem dabei. Als erstes wollen wir uns die Ma-Carthy-Burg aus dem Jahr 1446 anschauen. Da es noch früher Morgen ist, sind wir mit die ersten Touristen und weitesgehend ungestört. So können wir entspannt Burg und Park bei strahlendem Sonnenschein erkunden. Nach und nach füllt sich aber das Gelände deutlich – wer früher auftseht, bekommt bessere Fotos.

Unsere Tour geht weiter und führt über idyllische Nebenstrassen weiter nach Macroom. Auf dem Weg vom Flighafen sind wir bereits mit dem Bus durchgefahren und der Ort war uns einen kleinen Zwischenstopp wert. Zeit zum Mittagessen ist es auch und so begeben wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Lokalität.

Die raue aber herzliche Seele Irlands

Der Nachmittag ist ausgefüllt mit dem Abfahren der Küste und einigen wirklich sehenswerten Aussichten. Zwischendruch machen wir immer wieder kleine Stopps an besonderen Sehenswürdigkeiten. Über Clonakilty geht es nach Timoleague, ein Abstecher geht nach Old Head of Kinsale und von dort aus wieder zurück nach Cork. Gerade auf diese Weise erleben wir das wahre Irland und unser Mietauto macht sich bezahlt. Da wir es abends wieder zurückgeben müssen, machen wir uns auf den Rückweg. Abends im Pub geneissen wir noch einmal die irische Seele mit ihrer Herzlichkeit. Es wird viel erzählt und gelacht bevor wir erschöpft ins Bett gehen.

Am nächsten Tag geht es dann zum Flughafen. Mit etwas Verspätung heben wir Richtung Heimat ab, aber dem Wissen, Irland später noch einmal besuchen zu wollen. Als Reiseziel ist es allemal einen Abstecher wert und mit Dublin steht noch eine der modernsten Städte Europa´s auf dem Programm, aber dazu später mehr.

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