Provence

Jan 28, 15 Provence

Eines Vorweg: alles was über die Provence gesagt wird, das stimmt! Egal wo man hinkommt, die Farben sind kräftig, das Licht ist malerisch, im Sommer duftet es überall nach Blumen und Kräutern und die Marktplätze sehen aus wie im Reisekatalog. Bisher hatten wir nur Berichte gehört und so hatten wir beschlossen die Provence mit eigenen Augen zu sehen und ein Stück Frankreich zu erkunden.

Mit dem Flugzeug sind wir bis nach Marseille gekommen und haben uns dort einen Mietwagen genommen. Einen richtigen Plan hatten wir nicht – wir wollten uns einfach treiben lassen und dort bleiben wo es uns gefällt. Aus unserer Reiseerfahrung können wir sagen, dass das ein Fehler war. In der Provence ist es überall schön und es ist besser sich schon vorher eine Route festzulegen und dementsprechend auch Hotels zu reservieren.

Aix en Provence - Reiseberichte aus Frankreich

Vom Flughafen sind wir direkt nach Aix en Provence gefahren, dass du nur 20 Minuten vom Flughafen Marseille entfernt liegt und nicht zu Unrecht seit Jahren als lebenswerteste Stadt in Frankreich gilt. Die Altstadt ist ein gemälde aus warmen Pastelltönen und eigentlich viel zu schön um wahr zu sein. Unser Hotel in Aix en Provence ist gut und günstig, liegt inmitten der historischen Altstadt in einem Haus aus dem 18.Jahrhundert.

Am nächsten Morgen nehmen wir nicht wie gewohnt das Frühstück im Hotel ein, sondern machen uns auf den Weg zum Marktplatz. Schon von Weitem hört und riecht man den Trubel – ein wahrer Augenschmaus. Es gibt nicht nur wie üblich Früchte, Käse und Wurst, sondern auch vielerlei Hausgemachtes und nette Cafès rund um den Marktplatz, in denen man le petit dejeuner einnehmen kann. Hier sind wir im Urlaub angekommen, hier geniesst man, hier lässt man sich Zeit – so sieht also französische Lebensweise aus.

Roussillon in der Provence

Weiter geht es dann nach Roussillon, dass etwa 1,5 Fahrstunden entfernt liegt. Mit seinen nur 1300 Einwohnern ist es zwar recht klein, gehört aber ohne Zweifel zu den schönsten Dörfern in Frankreich. Gerade im Sonnenschein erstrahlt das Dorf schon von weitem in vielen verschiedenen Ockertönen und sieht aus wie gemalt. Über viele Jahrhunderte wurde hier Ocker in höchster Qualität abgebaut und verarbeitet und die Menschen kamen dadurch zu einigem Wohlstand. Bergwerke haben in der Region ihre Spuren hinterlassen und auch heute können wir empfehlen, möglichst auf weiße Kleidung zu verzichten.

Wir erkunden das Dörfchen, lassen uns von den Farben verzaubern und fahren später weiter ins mittelalterliche Dörfchen Gordes, wo wir die nächsten zwei Tage wohnen werden. In einem alten renovierten Bauernhof finden wir ein wunderschönes Plätzchen – die Gastgeber wissen wie sie Reisende verwöhnen können. Überall ist es hübsch dekoriert, die Zimmer sind geschmackvoll eingerichtet, es gibt einen Pool direkt vor der Tür und das Essen ist einfach nur lecker. Hier wird sogar das Brot selbst gebacken – einfach nur bezaubernd.

Abends schlendern wir durch den Ort und essen im "Le Clos de Gustave". Bei sehr schönem Wetter sitzen wir im Garten unter den Olivenbäumen und lassen uns von der Provenzalischen Küche verwöhnen. Es wird an langen Tischen gegessen und man sollte etwas zeit einplanen, da hier alles frisch zubereitet wird. Aber wenn man nicht im Urlaub Zeit hat, wann dann? Insgesamt ist es eine tolle Atmosühäre und es lohnt sich einfach hier mal vorbei zu schauen.

Avignon in der Provence

Nur eine knappe Stunden mit dem Auto entfernt liegt Avignon, berühmt für seine Päpste und vor allem durch seine intakte, mittelalterliche Struktur. Nicht ganz zu Unrecht wird Avignon als Perle der Provence bezeichnet. Besonders die Pont d´ Avignon ist in vielen Liedern besungen und die weltbekannte Mireille Mathieu wurde hier geboren.

Für Gaumenfreunde ein kleiner Geheimtipp: das Au Tout Petit liegt mitten in der Stadt und doch abseits der großen Touristenströme. Auf der Karte sind besonders ausgefallene Kreationen zu finden, die liebevoll und aufwändig auf den Tisch serviert werden. Die Preise sind für französische Verhältnisse unverschämt niedrig und der Koch ein echter Könner. Reservieren Sie jedoch vor!

Das Amphitheater in Arles

Unsere letzte Station ist Arles, dem bevorzugten Ort von Van Gogh, Picasso und Gaugin. Irgendwas werden sie sich schon dabei gedacht haben, denn die Stadt ist einfach nur wunderschön. Nicht umsonst stehen viele der antiken und romanischen Denkmäler der Stadt seit 1981 auf der UNSESCO-List des Weltkulturerbe. Unser Tipp: ganz viel zeit einplanen.

Essen wie Gott in Frankreich - Arles

Unser Hotel in Arles ist in einem gepflegten Park gelegen und bis ins Detail liebevoll reniviert. Der alte Landsitz ist herrlich zum entspannen und die Gäste werden vom Hausherrn höchstpersönlich versorgt. Im Sommer unter den Bäumen zu frühstücken ist ein Traum. Ansonsten bietet es sich hervorragend an, um schnell in der Stadt zu sein und von dort die Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Für Arles sollte man sich ruhig etwas Zeit nehmen und gerade Geschichts-Interessierte werden voll auf ihre Kosten kommen.Zu erwöhnen sind aber auch die vielen kleinen Restaurants in den Gässchen, in denen Gäste die Klassiker der Provence serviert bekommen.

Urlaubsberichte aus der Provence

Zwei Tage nehmen wir uns Zeit für die Stadt und müssen uns dann leider schon wieder auf den Rückweg machen. Die Provence hat uns gefangen und wir nehmen uns vor später wieder zu kommen und unsere Erfahrungen zu vertiefen.


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