Regeln für Klettersteig Touren

Zusammenfassung: Klettersteige erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, denn nie war es auch für ungeübtere Kletterer und Gelegenheits-Bergfans einfacher, auch schwierigere Strecken bergauf zu meistern. Wir geben Ihnen 10 Regeln an die Hand, damit Ihre Bergtour auch sicher wird.

Inhaltsverzeichnis

Der neue Trend in den Bergen

Wer möchte es angesichts des aktuellen Booms leugnen: Klettersteige liegen voll im Trend. Aus einer belächelten «Randerscheinung» im Alpinismus ist längst eine allseits akzeptierte Variante des Bergsteigens geworden. Scheinbar unaufhaltsam wächst ihre Fangemeinde, laufend entstehen neue Anlagen. Viel Spass und wenig Risiko – das ist wohl der Hauptgrund. Klettersteiggehen macht aber nicht nur Spass, es ist auch leicht zu erlernen. Und im Gegensatz zum Bergwandern verbindet sich dabei das Naturerlebnis mit Spannung, man erlebt die Bergkulisse aus ungewohnter, luftiger Perspektive, die Vertikale ist nicht mehr tabu, sondern (sicherer) Spielplatz. Fast jedes Gelände wird begehbar. Das macht die besondere Faszination der Vie ferrate aus – sie entführen uns ins Revier der Kletterer. Bodenlose Tiefe unter den Schuhsohlen – so etwas weckt Emotionen, ist Herausforderung und garantiert Hochgefühle. Abenteuer Klettersteig!

Unterschätzt werden darf das Begehen gesicherter Steige allerdings nicht; denn man bewegt sich im Felsgelände und ist damit Wind und Wetter ausgesetzt. Und selbst die beste Ausrüstung – so wichtig sie sein mag – garantiert noch keine absolute Sicherheit. Mehr erfahren über Klettersteig Touren – in Deutschland Österrreich oder Italien.

Trend Klettersteig Touren

10 Regeln

  1. Vor der Tour: sich über die Wetteraussichten informieren; bei Gewitterneigung möglichst früh starten und im Zweifelsfall besser die Tour verschieben.
  2. Tourenplanung dem eigenen Können und Konditionsstand anpassen. Im Frühling nicht gleich mit der schwierigsten Ferrata beginnen.
  3. Rucksack sorgfältig packen, nichts vergessen!
  4. Ausrüstung nicht nur mitnehmen, sondern auch benutzen. Der Steinschlaghelm im Rucksack schützt bestenfalls die teure Kamera, nicht aber den Kopf!
  5. Am Klettersteig nach Möglichkeit richtig klettern, natürliche Tritte und Griffe nutzen; das Drahtseil dient in erster Linie der Sicherung. Darauf achten, dass ein Seilabschnitt jeweils nur von einem Bergsteiger benutzt wird (Mitreissgefahr im Fall eines Sturzes).
  6. Sorgfältig gehen, Steinschlag vermeiden. In Rinnen und Schluchten nach Möglichkeit nur einsteigen, wenn sie «frei», also keine anderen Bergsteiger unterwegs sind.
  7. Stets aufs Wetter achten. Bei Gewitter weg von Graten und Eisenteilen – wer geht schon gerne an einem riesigen Blitzableiter spazieren?
  8. Bei einem Wettersturz rechtzeitig umdrehen! Selbst nur mässig schwierige Klettersteige verwandeln sich bei Regen, Schneefall oder einem Temperatursturz (Vereisung) rasch in gefährliche Fallen.
  9. Kein blindes Vertrauen in Drahtseile, Haken und Verankerungen; sie können beschädigt oder locker sein. Drahtseile nicht unnötig auf Zug belasten.
  10. Defekte Sicherungen stets in der Hütte oder im Tal (bei der Polizei oder im Verkehrsbüro) melden!

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